Allgemeines
Aus Warhammer Kompendium
Die Bretonen zeichnen sich durch ihre großen Rittereinheiten aus, die auf dem Schlachtfeld ein eindrucksvolles Bild ergeben und alleine dadurch sicher schon viele Liebhaber findet. Kavallerie ist bekanntlich gut bei Warhammer und die Bretonen haben die Möglichkeit sehr viel Kavallerie aufzustellen, die noch dazu zu den Besten der Warhammerwelt gehört, dazu kommt noch schlechte, aber billige Infanterie und ein bisschen Beschuss, die auch hier eine gemischte Armeeaufstellung möglich machen.
Die besonderen Vorteile der bretonischen Kavallerie liegen in ihrer Geschwindigkeit (mit 16 Zoll sind sie in der Regel schneller als vergleichbare Kavallerie), der Menge an Attacken die sie im Angriff durch die Lanzenformation austeilen können, den Gliederbonus den sie schon für 3 Modelle bekommen und natürlich dem Rettungswurf durch den Segen der Herrin des Sees, der sie zu allen anderen Vorteilen auch noch sehr widerstandfähig macht.
Die Nachteile liegen in der Möglichkeit die großen Lanzen mit kleinen Einheiten zu blockieren, indem man die Lanzen dadurch am Schwenken hindert, oder auch einfach nur kleine Einheiten angewinkelt vor die Lanzen stellt und diese dadurch in ungünstige Situationen bringen kann (Gegenangriffe). Diese Gegentaktik wird natürlich dadurch begünstigt, dass Bretonen in der Regel nur relativ wenige große Lanzen aufstellen werden und der Gegner dadurch meisten mehr Einheiten aufstellen kann.
Das Schöne an den Bretonen ist aber, dass sie das Spiel über die Bewegungsphase gewinnen (und verlieren), was (entgegen der landläufigen Meinung: „die reiten über alles drüber!“) bedeutet, dass man bei seinen Zügen überlegt und vorausschauend vorgehen muss, um erfolgreich zu spielen (was bei einem Strategiespiel ja auch kein Nachteil ist).
Sonderregeln
Die bretonische Armee kann mit einigen Sonderregeln aufwarten, die deutlichen Einfluss auf die Spielweise der Armee haben.
Lanzenformation:
Bretonische Ritter können in der 3 Mann breiten Lanzenformation aufgestellt werden, dies ist deswegen ein Vorteil, weil die Bretonen auch 3 Mann breit den Gliederbonus bekommen, also auch in Bezug auf die 7. Edition gesehen ein großer Vorteil. Außerdem kann im Angriff jedes Modell, welches sich an den Rändern der Lanze in den hinteren Gliedern befindet, zuschlagen. Sogar Charaktermodelle und z.B. Standartenträger dürfen aus den hinteren Rängen zuschlagen und gelten weiterhin als „im Spiel befindlich“, natürlich müssen Charaktermodelle aber erstmal das erste Glied ausfüllen.
Die Maiden bzw. Damen haben die Möglichkeit sich in den hinteren, mittleren Gliedern zu „verstecken“, generieren dabei weiterhin Energie- bzw. Bannwürfel und dürfen zaubern, haben dabei allerdings keine Sichtlinie.
Bretonische Gelübde:
„Des Bauern Pflicht“ sorgt dafür, dass bretonische Bauern den Moralwert von Rittereinheiten innerhalb von 6 Zoll verwenden dürfen (etwas worauf man achten sollte, da ihr eigener Moralwert in der Regel äußerst niedrig ist) und der Gegner keine Siegpunkte für Standarten bekommt, die er von den Bauern erbeutet hat.
„Das Gralsgelübde“ haben Gralsritter automatisch und kann von Herzogen und Paladinen für Zusatzkosten „gekauft“ werden. Das Gralsgelübde macht Ritter immun vs Psychologie, sie haben magische Attacken, beginnen das Spiel immer mit dem Segen und außerdem dürfen sich nur Charaktere mit dem Gralsgelübde einer Einheit von Gralsrittern anschließen.
„Das Questgelübde“ haben Questritter automatisch und kann von Herzogen und Paladinen für Zusatzkosten „gekauft“ werden. Das Questgelübde lässt Ritter Panik, ausgelöst von Modellen mit „Des Bauern Pflicht“ ignorieren, sie dürfen verpatzte Psychologietests wiederholen, keine Lanze aber dafür einen Zweihänder nehmen und außerdem sich ihnen nur Charaktere mit dem Grals- oder Questgelübde anschließen.
„Das Rittergelübde“ haben Ritter des Königs, Fahrende Ritter und Pegasusritter, es lässt Ritter Panik, ausgelöst von Modellen mit „Des Bauern Pflicht“ ignorieren.
Der Segen der Herrin des Sees:
Bevor das Spiel beginnt, darf der Bretonenspieler zu der Herrin des Sees beten, als Folge davon darf sein Gegner bestimmen wer das Spiel beginnt, dafür starten aber alle Einheiten und Charaktermodelle die eines der obigen Rittergelübde abgelegt haben mit dem Segen der Herrin. Der Segen gibt allen betroffenen Modellen einen 6+ Rettungswurf, gegen Attacken mit Stärke 5 oder größer erhalten sie einen 5+ Rettungswurf. Der Rettungswurf gilt auch für die Reittiere der betroffenen Modelle (Hippogreif, Königspegasus). Der Segen kann aber auch wieder verloren werden, wenn die betroffene Einheit/Charaktermodell aus irgendeinem Grund flieht, oder eine Herausforderung ablehnt.
Aura der Herrin:
Die Magierinnen der Bretonen stehen unter dem besonderen Schutz der Herrin und so bekommen deswegen Maiden Magieresistenz 1 und Damen Magieresistenz 2, die sie sich auch auf die Einheiten auswirkt, denen sie sich angeschlossen haben.
Vollblütiges Schlachtross:
Die bretonischen Pferde stammen von den edelsten Pferden der alten Welt ab und seit Generationen werden nur die stärksten Hengste zur Zucht verwendet, so gelang es eine so starke Pferderasse zu züchten, dass sie die schweren Rüstungen ihrer Reiter ohne Probleme tragen können. Bretonische Schlachtrösser erhalten deswegen nicht -1 Bewegung wenn sie einen Rossharnisch tragen.
Ritterchampions:
Alle Einheiten mit Ritter- oder Questgelübde müssen einen ihrer Ritter ohne Zusatzkosten zu einem Champion aufwerten.