Charaktermodelle – Warhammer Kompendium

Charaktermodelle

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Kommandanten:

Das Bretonenarmeebuch weist hier nur 2 Auswahlen auf. Zum einen ist dies der bretonische Herzog und zum anderen die Dame der Herrin des Sees (Meisterzauberin).


Herzog

Der Herzog hat MW 9, kommt beritten und hat die Möglichkeit eines von 3 Gelübden abzulegen. Das Rittergelübde erhält er automatisch, kann es aber durch das Quest- oder Gralsgelübde ersetzen. War das Questgelübde in der 6. Edition noch eine gute Wahl, relativiert sich dies durch den Stärkeverlust des berittenen Zweihänders jetzt. Dies macht das Gralsgelübde, trotz +28 Punkten zu einer sehr guten Wahl, da es den Herzog immun gegen Psychologie macht und seine Attacken magisch werden.


Zu erwähnen wäre auch noch die Möglichkeit den Herzog auf einen Königspegasus zusetzen, womit die Pegasusritter ihren 0-1 Auswahl Status verlieren und somit bis zu 4 Einheiten Pegasusritter aufgestellt werden können, sowie den Herzog auf Hippogreif zu setzen.

Bretonische Herzöge können durch den Erwerb von Tugenden und weiterer magischer Ausrüstung für verschiedene Aufgabenbereiche optimiert werden. Die in der 7. und 8. Edition wohl interessantesten Varianten sind:


Monstertöter Zur Bekämpfung von Monstern und anderen besonders schwer auszuschaltenden Gegnern wie beispielsweise dem Dampfpanzer lässt sich ein Herzog auf verschiedene Weisen ausstatten.

a) Herzog, Schlachtross, Lanze, Gralsgelübde, Schwert des Champions, verzauberter Schild, Tugend des Heldenmutes. Dies ist die seit gut einem Jahr wohl am weitesten verbreitete Herzogsvariante. Je nachdem, ob man sein Offensivpotenzial noch stärken möchte oder ihn besser schützen will, kann dazu noch die Locke der Issolde oder der Mantel der Elena gewählt werden. Vorteile dieses Herzogs liegen auf der Hand: bei Gegnern mit S5 oder mehr darf er seine Treffer und Verwundungswürfe wiederholen, dank Schwert des Champions wird er stärker, je widerstandsfähiger sein Gegner ist. Auf der Negativseite lassen sich die hohen Kosten und der eher mittelmässige Schutz mit 1+ Rüstungs- und 5+ Rettungswurf vermerken.

b) Herzog, Schlachtross, Lanze, Schild, Gralsgelübde, Tugend der Tapferkeit, Gromrilvollhelm, Mantel der Elena. Besser geschützt als Variante a) und noch deutlicher für eine Aufgabe spezialisiert. Mit der Fähigkeit, Ziele mit heldenhaftem Todesstoss zu treffen und seiner guten Rüstung ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein Baummensch, Panzer oder Drache von diesem Herzog erledigt wird. Dank des Helmes kann er immer verpazte RüW wiederholen und kommt mit allem berechnet auf einen Rüssi von 1+.

Herausforderer In der sechsten Edition war ein Herausfordererherzog sehr populär. In der 7. Edition hat diese Variante sehr an Popularität verloren, da sich neben der Bekämpfung feindlicher Charaktermodelle durch das Aufkommen von Baummenschen und Dampfpanzern neue Probleme an die bretonische Armee stellen. In der 8. Edition ist der Herausforderer nicht Uninteressant, wobei ich zum Typ Monstertöter b) tendieren würde. Entweder lehnt der Gegner ab und das Charaktermodell wandert nach hinten oder man hat mit der Tugend ne große Chance zu todesstoßen. In Verbindung mit dem Schwert des schnellen Todes darf man auch immer zuerst angreifen.

a)Herzog, Schlachtross, Gralsgelübde, Schild, Morgenstern von Fracasse, Tugend des Selbstvertrauens, Gromrilvollhelm, Mantel der Elena

Der Herzog hat in der ersten Nahkampfphase Stärke 6 egal ob er angreift oder angegriffen wird, zudem den bestmöglichen Schutz gegen feindliche Charaktermodelle. Der Morgenstern erlaubt es ihm zudem, magische Waffen beim Gegner zu zerstören, was gerade kombiniert mit der Tugend des Selbstvertrauens mit einer hohen Wahrscheinlichkeit passiert. Sind erstmal magische Waffen weg, so kann dem Herzog fast kein Gegner im Nahkampf mehr wirklich gefährlich werden. Dies ist eines der wenigen Modelle, die sich auch furchtlos mit einem Ogertyrannen anlegen können. Ein Hauptproblem bleibt aber, dass der Herzog nach der ersten Nahkampfphase kaum mehr Schaden machen kann und er und sein Gegner sich so einfach aus dem Spiel halten. Ausserdem fehlt einer Armee mit einem Herausfordererherzog ein Mittel, um sich gegen Baummenschen, Panzer und ähnliches durchzusetzen.

Eine interessante Variante wäre es, den Morgenstern durch die Lanze von Artois zu ersetzen und so Todesstoss zu erhalten, was in Kombination mit der Tugend des Selbstvertrauens sehr effektiv sein kann.


One-Hit-Wonder

Das "One-Hit-Wonder" ist ein Herzog der darauf ausgelegt ist in einer Runde möglichst viel Schaden auszuteilen. In der Regel hat ein solcher Herzog die Tugend des Ritterlichen Zorns (eine weitere Attacke für jede im Angriff mit den Grundattacken erzielte Verwundung, keine magische Waffe), die Locke der Isolde (ein Modell wird auf die 2+ getroffen, nur eine Anwendung) und den Kürass des Glücks (1er bei Verwundungswürfen wiederholen). Damit kann der Herzog einmal bei einem beliebigen Modell in der Regel zwischen 5-7 Verwundungen verursachen, eine tolle Sache, problematisch aber wenn der Gegner einen Rettungswurf hat.


Die oben genannten Ausrüstungsoptionen sind nicht zwingend in jeder Situation die beste Auswahl. Es sind vielmehr beliebte und bewährte Kombinationen für Allroundlisten. Nicht zu vergessen ist, dass die Bretonen eine der schönsten Auswahlen an magischen Waffen haben, ausserdem gibt es durch die vielen Kombinationsmöglichkeiten mit den Tugenden und weiteren magischen Gegenstände eine Unzahl weiterer interessanter Möglichkeiten seinen Herzog schlagkräftig auszurüsten.


Dame der Herrin des Sees Gilt für die 7. Edition: So viel ich über den Herzog schreiben könnte, so wenig fällt mir zu der Dame der Herrin des Sees ein. Die Meisterzauberin hat einen MW von 8 und damit weniger als der Herzog, der Moralwert ist aber gerade bei großen teuren Lanzen sehr wichtig um sie im Spiel zuhalten, nichts ärgert mehr, als wenn eine optimal positionierte Lanze kurz vor dem entscheidenden Angriff aus Panik oder Entsetzen flieht, oder ihren Angsttest nicht schafft. Magie sehe ich oft als Erweiterung des Fernkampfes, da die Fernkampfoptionen bei den Bretonen meiner Meinung nach nicht wirklich bedrohlich sind, ist es fraglich ob sich dann eine Meistermagierin lohnt, wenn ich dafür einen Herzog nehmen kann, den ich zur Unterstützung meiner Ritter wirklich gut gebrauchen kann? Dazu kommt noch, dass die arkanen Artefakte der Bretonen die Aufstellung einer Meisterzauberin wirklich nicht fördern, besonders nicht mehr in der 7. Edition in der die Hostien der Herrin des Sees (Verdoppelung der Energiewürfel der Zauberin, aber sie darf diese Runde nicht zaubern) absolut keinen Sinn mehr machen.

Gilt für die 8 Edition: Die Dame der Herrin des Sees kann zu einer Lvl 4 Zauberin aufgewertet werden und gibt uns in der 8 Edition einen +4 auf magische Sprüche. Gerade mit der Lehre des Lebens und da speziell mit dem Rankenthron und seinen kumulativen Fähigkeiten, ist sie eine interessante Persönlichkeit geworden. Allerdings ist sehr teuer und nur bei höheren Punkten empfehlenswert.

Helden:

Auch hier nur 2 Auswahlen, Paladine und Maiden der Herrin des Sees. Die Besonderheit bei den Bretonen ist, dass sie einen Paladin zum Armeestandartenträger aufwerten müssen, dafür aber eine Heldenauswahl mehr aufstellen dürfen.

AST

Fangen wir mit dem obligatorischen AST an. Da er keine Option auf einen Schild hat, ist er mit seinem 3+ Rüstungswurf etwas anfälliger als die restlichen Ritter, deswegen ist auch für ihn der Gromril-Vollhelm eine gute Wahl, zusätzlich noch das Schwert der Macht, lassen ihn auch noch besser austeilen. Stattdessen kann man ihm auch die Tugend der Pflicht geben (+1 auf das Kampfergebnis, solange der General lebt), um das statische Kampfergebnis zu verbessern. Zusätzlich zu den Rängen und der Standarte seiner begleitenden Lanze, welche auch noch das Kriegsbanner tragen können, ergäbe dies bei 10 Rittern + AST + Maid und angenommener Überzahl ein statisches Kampfergebnis von + 8!

Paladin

Paladine sind mit 60 Punkten zwar recht billig, können dafür aber nicht viel mehr als ein Ritterchampion bzw. Gralsritter, deswegen setzt man sie ein um sie mit magischen Gegenständen bzw. Tugenden aufzurüsten, die ihre Lanzen unterstützen. Da wir für den Gromril-Vollhelm ja schon Verwendung haben, könnte dem Paladin ein verzauberter Schild und die Tugend der Tjoste (Trefferwürfe im Angriff mit Lanze wiederholen) helfen das Kampfergebnis seiner Lanze zu unterstützen. Sehr beliebt ist aber auch die Tugend des ungestümen Ritters, die einer Einheit zusätzliche W6 Zoll Bewegung auf ihren ersten Angriff addiert, besonders wichtig auch als Unterstützung für einen General mit der Tugend des ritterlichen Zorns (die nur im Angriff wirkt).

Maid der Herrin des Sees

Die Maiden der Herrin des Sees dürfen nur aus den Lehren des Lebens und der Bestien wählen und leiden sehr darunter, dass die Lehre des Lebens sehr abgeschwächt wurde, insbesondere darunter, dass nun die meisten Sprüche Sichtlinie brauchen, die die Maid in ihrer Position in der 2ten Reihe der Lanze nicht hat. Aber genau da gehört sie hin, da sie dort gut geschützt ist und für den Preis des Schlachtrosses (10 Punkte) quasi einen teuren Ritter in Bezug auf den Gliederbonus ersetzt. Sind also die Maiden bzw. Magie bei so nahkampfstarken Einheiten wie den bretonischen Rittern überhaupt notwendig? Ich meine schon. Anfangs hatte ich ja die Schwächen der Bretonen in Bezug auf das Auskontern durch kleine, billige Einheiten angesprochen. Diese Einheiten nur durch den schwachen Beschuss der Bretonen auszuschalten ist fast unmöglich, deswegen braucht man die Magie als Unterstützung hierfür. Ja die Lebensmagie ist schwächer geworden, aber dafür ist die Bestienmagie deutlich besser geworden und nun die erste Wahl für die bretonischen Maiden.