Hochelfen:Kerneinheiten – Warhammer Kompendium

Hochelfen:Kerneinheiten

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Speerträger (0)

Dies ist eine der drei Kernauswahlen der Hochelfen. Ausgerüstet sind sie mit dem typischen Hochelfenprofil (Kg4, W3 usw.), leichter Rüstung, einem Speer, Schild & Nahkampfwaffe. Kostenpunkt: 9P Sie dürfen, wie alle anderen He-Einheiten, zuerst zuschlagen und aus einem weiteren Glied attackieren als normal. In einem normal gestaffelten Regiment ergibt dies also 15 Attacken, in einer 7 Mann breiten Einheit sogar 21. Dies hört sich auf den ersten Blick verlockend an, doch haben die Krieger nur S3 und KG 4. Das heißt im Regelfall, das sie gegen viele Gegner trotzdem schlechte Chancen haben. Alles was mit hoher Rüstung (ab 3 oder 4+) oder W4 aufwärts ankommt, wird kaum ein paar Männer der ersten Reihe verlieren. Die Speerträger besitzen selbst nur W3 und auch nur einen 5+ Rüstungswurf. Dadurch werden oft hohe Verluste eingefahren. Einzig brauchbare Gegner sind angreifende leichte Infanteristen, was aber auch nicht oft passieren wird. Daher sind insgesamt Bogenschützen als Kernauswahl beliebter, da effektiver. Als Pluspunkt könnte man aunführen, das die Speerträger 2 Punkte billiger sind. Dies wird jedoch dadurch entkräftet, das die Speerträger mind. 15 Mann benötigen, um annäherungsweise effektiv zu sein. Um die Effektivität wenigstens auf ein moderates Niveau zu heben, braucht man meistens 20+ und sollte über eine Kommandoeinheit aus Champion, Musiker und Standartenträger nachdenken. Nartürlich kann man versuchen, ihre Kampfkraft weiter zu verstärken, indem man ihren teure Gimmicks wie Kriegsbanner, einen Held in 1. Reihe oder 7 Mann breite Aufstellung spendiert, jedoch gehen somit weiter Punkte sinnlos drauf, die man in die Elite-, Charakter- und in die Seltene Sektion stecken kann. Grade weil man meist nur eine/zwei Kernauswahlen braucht, wird den Bogenschützen oft der Vorzug gegeben. Dennoch eine schöne devensive Einheit.


Bogenschützen (+)

Liest man sich mal die Hintergrundinformationen im Hochelfenarmeebuch durch, so erfährt man dort, dass jeder Hochelf zunächst einmal als Bogenschütze dient. Daraus könnte man dann doch glatt ableiten, dass Bogenschützen der am häufigsten verwendete Truppentyp der Hochelfen sein müssten. Tatsächlich sind sie die Kerntruppen die am häufigsten gespielt wird.Ein Hochelfen Bogenschütze kostet 11 Punkte, hat einen Schuss der Stärke 3 mit 30 Zoll Reichweite, BF 4 und keinerlei Sonderregeln. Trotzdem kann es vertretbar sein eine Einheit Bogenschützen aufzustellen, da es trotz Stärke 3 einige sinnvolle Ziele für sie gibt. Diese sollten folgende Eigenschaften aufweisen, wovon die erste die mit Abstand wichtigste ist:

  • keinen oder schlechten Rüstungswurf (5+ oder schlechter)
  • Widerstand möglichst gering
  • das Ziel ist nicht immun gegen Panik und weist eine panikempfindliche Einheitenstärke auf

Einige Beispiele für gute Ziele:

  • Flagellanten des Imperiums: Diese Einheit ist unerschütterlich und somit im Nahkampf unbesiegbar. Ein

Grund sie zu erschießen! Durch geringen Widerstand und nicht vorhandene Rüstung sind sie sehr empfindlich gegen den schwachen Bogenbeschuss. Am besten mehrere Runden in Folge draufhalten.

  • Leichte Kavallerie jeder Art: Diese Einheiten haben meist nur Widerstand 3, bestenfalls einen 5+ RW

und sind außerdem meist nur in 5er Trupps unterwegs. Somit erleiden sie viele Verluste und müssen zudem noch auf Panik testen.

  • Minotauren, Oger...: Diese so genannte "ogre-sized infantry" ist oft mit wenig Modellen unterwegs (3

bis 4, also Panik möglich), zudem sind sie in der Regel schlecht- oder ungerüstet.

Also eigentlich eine ganze Menge möglicher Ziele. Zumindest eine Mehrheit der möglichen Gegner hat wenigstens eine der bevorzugten "Opfertruppentypen" dabei. Wie nutze ich die Fähigkeiten der Bogenschützen also nun auf dem Schlachtfeld? Um vernünftig schießen zu können brauchen Bogenschützen ein freies Sichtfeld. Das bedeutet zunächst einmal, dass sie in einer langen Reihe aufgestellt werden müssen, da die Modelle in den hinteren Gliedern leider nichts sehen können. Diese Formation wird also sehr breit sein. Ausnahme: Wenn du die Bogenschützen auf einem Hügel positionierst können sie aus zwei Gliedern schießen, sind also nur noch halb so breit. Sollte mitten auf der Platte ein Wald stehen kann es aber durchaus sinnvoll sein, die Bogenschützen ca. 15 Zoll direkt hinter dem Wald aufzustellen. So haben die Gegner zwar die Möglichkeit sich hinter dem Wald zu verbergen, dafür kann man aber an beiden Seiten des Waldes vorbeischießen. Dadurch umgeht man insbesondere das Problem, dass der Gegner nach Platzierung der Bogenschützen auf der linken Seite alle entsprechend empfindlichen Truppen auf die rechte Seite stellt. Damit die Schützen ein freies Sichtfeld nach vorn haben dürfen sie natürlich auch keine anderen elfischen Einheiten vor sich stehen haben. Bedenke aber, dass die Bewegungsphase vor der Schussphase kommt: Zu Spielbeginn könntest du also durchaus eine Einheit Silberhelme direkt vor die Bogenschützen stellen und diese dann im ersten Zug wegbewegen. Eine Ausnahme stellt hier wieder die Hügelposition dar: Hier kannst du ruhig andere Truppen vor stellen, da die Schützen vom Hügel aus über ihre Verbündeten am Boden hinweg sehen können. Du merkst es schon: Die Position auf dem Hügel ist oft besonders günstig. Womit wir bei einem Problem der Bogenschützen angelangt wären: Die meisten Gegner können sie im Vorbeigehen frühstücken. Im Nahkampf sind Bogenschützen einfach schlecht, da sie weder gut kämpfen können noch passive Boni bekommen. Aus diesem Grund müssen sie leider meist vom Rest der Armee beschützt werden. Deine anderen Einheiten stehen also so, dass ein Angriff oder auch nur ein Vorrücken des Gegners gegen deine Bogenschützen die entsprechende gegnerische Einheit erheblich in Bedrängnis bringen würde. Bogenschützen können aufgrund ihrer hohe Reichweite recht weit hinten aufgestellt werden und müssen im Laufe des Spiels meist auch nicht wirklich vorrücken. Das bringt zweierlei Vorteile mit sich: Zum einen stehen die Bogenschützen zu Spielende immer noch in deiner eigenen Aufstellungszone und haben zudem noch Einheitenstärke 5+. Damit kannst du 100 Siegespunkte einheimsen, während all deine anderen Truppen irgendwo in der gegnerischen Aufstellungszone rumhängen oder wegen schwerer Verluste keine ES von 5 mehr haben. Gerade bei offensiver Spielweise ein nicht zu verachtender Vorteil. Zum anderen kannst du die Schützen benutzen um Magier in ihnen zu parken. Als Einheitengröße empfehlen sich fast immer 10 Mann ohne alles, also für 110 Punkte. Die Kommandoeinheit ist genauso fast immer unnütz, im Falle des Standartenträgers sogar kontraproduktiv. Allenfalls ein Musiker ist vertretbar. Auf gar keinen Fall sollte man die Bogenschützen mit leichten Rüstungen ausstatten, da ein 6+ RW ungefähr genauso gut ist wie kein RW.

Die Seegarde (-)

Die Seegarde ist eine Kombination aus Bogenschützen und Speerträgern, sie darf genau wie die Speerträger aus 3 Reihen Attackieren. Allerdings ist die Seegarde nur schlecht einsetzbar. Sie kann zwar schießen dazu sollte man sie aber breit formieren(wenige Glieder), damit möglichst viele Modelle ihre Schusswaffen nutzen können. Durch die breite Formation werden sie im Nahkampf deutlich schlechter, sie bekommen keinen so hohen Gliederbonus und die Attacken aus 3 Reihen verfallen. Dadurch muss man sie umformieren sollte der Gegner in Angriffsreichweite kommen. Der Nachteil daran ist, dass dadurch eine Schussphase und eine Bewegungsphase wegfällt. Desweiteren hat die Seegarde nur normale Bögen und keine Langbögen wie die Bogenschützen. Es empfiehlt sich auf die Seegarde zu verzichten, obwohl sie auf dem Papier flexibel aussehen sind sie es in Wirklichkeit nicht. Denn man muss "vorher" entscheiden was sie tun soll, außerdem kann eine Einheit Bogner oder Speerträger beides besser. Die Bogner haben Langbögen. Die Speerträger können besser bewegt werden, da sie keine Schusswaffen haben und man deswegen darauf keine Rücksicht nehmen muss. Desweiteren sind Bogner und Speerträger billiger, so, dass letztlich die anderen Kerneinheiten besser einsetzbar sind.