Kislev:Kommandanten – Warhammer Kompendium

Kislev:Kommandanten

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Boris Ursus, der rote Tzar

Boris ist der Vater von Katharina und ihr Vorgänger auf dem Tzarenthron. Seine Heldentaten sind bei den Kisleviten legändär: er kämpfte mit bloßen Händen gegen den Bären Urskin, bevor sie zu Gefährten wurden. In vielen Schlachten hat er Kislev gegen das Chaos verteidigt, und so fand er auch ruhmreich den Tod in der Trollwüste im Kampf gegen die Chaoshorden.

Boris ist eine Kommandantenauswahl und kostet 375 Punkte mitsamt Urskin dem Bären. Er ist automatisch der Anführer des Kontingents. Er darf nicht zusammen mit Katharina eingesetzt werden, da Katharina zu Zeiten seiner Regentschaft noch ein Kind war. Es kann nur einen rechtmäßigen Tzaren geben!

Ausrüstung: Rüstung des Ursun, Splitterklinge, Urskin, Schild

Die Rüstung des Ursun zählt als Plattenrüstung (4+ Rüstungswurf). Für jeden Nahkampftreffer, den seine Feinde bei ihm erzielen, darf Boris -nachdem seine Feinde ihre Attacken abgeschlossen haben- eine zusätzliche Attacke durchführen (vorrausgesetzt natürlich, daß er ist noch am Leben ist).

Die Splitterklinge gibt Boris eine Bonus von +2 auf die Stärke. Zusätzlich muss jedes Modell, das nach Rüstungs- und Rettungswürfen einen Lebenspunktverlust erleidet, einen Widerstandstest ablegen. Sollte es diesen nicht schaffen verliert es automatisch einen weiteren Lebenspunkt.

Urskin der Bär erzeugt Angst, hat einen 5+ Rüstungswurf durch sein dickes Fell und muß Gegner nach einem gewonnenen Nahkampf immer verfolgen.

Gesegnete des Bärengottes: Für 30 Punkte pro Einheit können Kossacken zu gesegneten Dienern des Bärengottes erklärt werden, wodurch sie als Angreifer in der 1. Runde eine zusätzliche Attacke erhalten.

Außerdem bringt Boris den immensen MW 10 mit.

Boris kennt nur eine Sache: hart zuschlagen. Er besitzt dank Profil und Ausrüstung eine hohe Stärke und Attackenzahl. Dazu kommen dann noch die 4 Attacken des Bärens und eventuelle Zusatzattacken.

Wenn es ans Einstecken geht, sieht es schlecht aus. Zwar hat er eine Plattenrüstung und einen Schild (3+ Rüstungswurf), aber ein Rettungswurf oder Magieresistenz fehlen völlig. Boris hat eine sehr geringe Ini für einen Helden, die in einem knappen Nahkampf mal zum Zünglein an der Waage werden kann.

Ein Imperiumsgeneral mit ähnlicher Ausrüstung würde etwa 90 Punkte weniger kosten. Der Widerstandstest bei Lebenspunktverlust beim Gegner und die Extraattacken bei überlebten Treffern sind zwar ganz nett, aber die Punktedifferenz gleichen sie nicht aus. Die Sonderregel für die Kossacken lohnt sich nicht, da B4-Infanterie nur selten selber der Angreifer ist.

Wenn man Boris spielt, dann unter Beachtung der nötigen Deckung oder in einer Einheit, aus der er nicht einzeln herausgeschossen werden kann. Leider hat der Bär nur B6, so daß ein Boris bei einem Einsatz in der schweren Kavallerie zum Bremsklotz wird. Der Nahkampf ist unzweifelhaft sein Element. Allerdings sollte man auf mögliche Fallen des Gegners aufpassen, weil der Bär immer verfolgen muss, sonst findet man sich direkt vor einer Speerschleuder, Orgelkanone, Kanone, HSFK oder dergleichen wieder - und dann hilft höchstens noch Beten an Ursun, Taal und Shallya.

Bewertung

Den Nahkampfqulitäten und dem tollen MW stehen ein unzureichender Schutz und eine geringe Bewegung gegenüber, dazu ist Boris leicht überteuert.

Daher (0)

Tzarina Katharina, die Eiskönigin von Kislev

Katharina ist die Tochter des Roten Tzaren Boris und seit dessen Tod die Herrscherin über Kislev. Als direkte Nachfahrin der legendären kislevitischen Khanköniginnen beherrscht sie die Eismagie in Perfektion. Der sichtbare Beweis ihrer großen Macht ist ein neuer Flügel des Tzarenpalastes - ganz aus Eis, das auch im heißesten Sommer nicht schmilzt.

Katharina ist eine Kommandantenauswahl und kostet 495 Punkte. Wenn sie eingesetzt wird, ist sie automatisch die Anführerin des Kontingents. Sie darf nicht gemeinsam mit ihrem Vater in der Schlacht kämpfen, da sie die Krone mit seinem Tod geerbt hat. Es kann nur einen rechtmäßigen Tzaren geben!

Ausrüstung: Das Schwert Furchtfrost, Der Kristallmantel, Kriegspferd

Das Schwert Furchtfrost gibt der Tzarin die Fähigkeit Todesstoß. Modelle, die verwundet, aber nicht ausgeschaltet werden, können gegen Furchtfrost keine Rüstungswürfe verwenden.

Der Kristallmantel verleiht der Tzarina einen 4+ Rettungswurf, außerdem erhalten alle Nahkampfattacken gegen die Tzarin einen Abzug von -1 auf Treffer- und Verwundungswurf.

Geliebt von Kislev: Die Einheit, die von Katharina angeführt wird, wird unnachgiebig. Außerdem dürfen alle Kisleviten innerhalb von 12 Zoll um die Tzarin verpatzte Psychologietests wiederholen.

Verteidiger der Khankönigin: Wenn die Tzarina die Armee anführt, dürfen beliebig viele Einheiten Greifenulane aufgestellt werden. Die Beschränkung auf 0-1 fällt weg (sie bleiben aber dennoch Eliteauswahlen).

Katharina ist eine Zaubererin der Stufe 4 und verwendet stets Eismagie. Damit hat sie Zugriff auf eine eigene Magielehre, die neben Schadenszaubern insbesondere taktische Sprüche enthält, die zur Verhinderung der Schlachtpläne des Gegners eingesetzt werden können. Leider fehlen ihr die bei anderen Meistermagiern üblichen Gimmicks zur Stärkung der Magiephase, wie extra Würfel, ein Schutz vor Patzern oder Gegenstände mit gebundenen Sprüchen.

Es wäre jedoch ein Irrtum, Katharina einfach nur als eine bessere Level-4-Magierin zu behandeln. Durch ihren Moralwert von 10 und die Sonderregel "von Kislev geliebt" bleibt eine Armee mit Tzarin (und ggf. Armeestandarte) meistens genau da, wo man sie haben will. Unter Berücksichtigung ihrer hohen Beweglichkeit, des guten Schutzes und der auf die Unterstützung der kislevitischen Truppen ausgerichteten Sonderregeln ist Katharina eine Anführerin, die in die Mitte ihres Heeres gehört. Man darf sie nicht gedankenlos in jeden Nahkampf schicken, aber sie kann gut auf sich aufpassen und muß nicht wie die meisten Magier vor dem Gegner versteckt gehalten werden. Es wäre sogar eine Verschwendung, die Tzarin vom Kern ihrer Armee zu trennen.

Durch den Kristallmantel ist sie recht zäh. Sie wird auch von Nahkampfcharakteren meistens nur auf 4+ oder 5+ getroffen, maximal auf 3+ verwundet und hat dann noch ihren Rettungswurf. Mittels Furchtfrost kann Katharina unverhofft gefährlich zuschlagen. Sie hat nur eine Attacke, aber mit der Möglichkeit zum Todesstoß (und durch das prinzipielle Ignorieren von Rüstungswürfen) stellt sie für jeden Gegner im Nahkampf ein unkalkulierbares Risiko dar. Wer möchte schon mal eben ein teuer bezahltes Charaktermodell verlieren, noch dazu durch eine schwache Frauenhand? Außerdem sollte kein Gegner die Gefahr durch ihr treues Reittier unterschätzen: Jeder erfahrene General weiß, daß Pferde die wahren Killer sind!

Im direkten Vergleich schneidet die Tzarin von den Punktekosten her gut ab: Ihre Sonderregeln alleine sind gern 150 Punkte wert, die Waffe 75 und ihr Mantel ebenfalls ca. 75 Punkte. Dazu ein gutes KG und der bestmögliche Moralwert, was ebenfalls mit ca 70 Punkten zu Buche schlagen dürfte. Ausgehend vom Meistermagier des Imperiums müßte die Tzarin mit ihrer Ausstattung eher um 650 Punkte kosten, d. h. sie hat ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis. Eigentlich würde man sich nur noch ein Gimmick zur Verstärkung der Magiefähigkeiten wünschen. Aber wir wollen bei den Punktkosten nicht unbescheiden sein...

Bewertung

Eine Generälin mit sehr gutem Preis/Leistungs-Verhältnis, die interessante taktische Optionen für die Armee bringt, beweglich und gut geschützt ist und auch noch zaubern kann.

Daher ein wohlverdientes (+)

Anmerkung

Apropos: Katharina ist neben Lord Mazdamundi, dem Geomantiker des Echsenvolkes, die einzige Magierin mit einer persönlichen Magielehre. Bereits der Dunkle Meister Be'lakor muß seine Sprüche mit dem Dunklen Abgesandten teilen...