Oger: Gegneranalyse
Aus Warhammer Kompendium
Welche Gegner sind besonders gefährlich für Oger und welche nicht? Die Frage lasst sich nicht immer leicht beantworten. Grundsätzlich gilt jedoch, dass der erste Schlag sehr wichtig ist. Wer einen Nahkampfangriff von Ogern abkriegt, wird nicht mehr gross in der Lage sein, zurückzuschlagen. Von daher kommt beim Spiel gegen Oger dem Angriff eine grosse Bedeutung zu. Zu den Gegnern im Einzelnen:
Oger gegen Bretonen:
Bretonen verfügen über jede Menge schwere Kavallerie, die allesamt schneller als Oger sind. Als Oger sollte man gegen Bretonen eher magielastig spielen und viele Bleispucker mitnehmen. Der wichtigste Zauberspruch ist hierbei Knochensplitter, wenn er gelingt, eine totsichere Waffe gegen schwere Kavallerie. Ein Verschlinger gegen Trebuchets schadet auch nicht. Eine Einheit reicht grundsätzlich völlig aus. Ein Tyrann mit einem gewöhnlichen Zweihänder tut es in aller Regel, ein Fleischklopfer kann noch effektiver sein, aber Gegner mit vielen Lebenspunkten wird es in der Regel nicht geben. Die Regel Angst kommt in diesem Spiel sehr zum tragen, weil die meisten Einheiten der Bretonen mit Moralwert 8 durchaus was verpatzen werden. Wahrscheinlich wird ein Bretonenspieler sein Augenmerk auf Quest- und Gralsritter legen. Eigentlich sind die meisten Einheiten gegen Bretonen nicht schlecht. Bullen, Gnoblars, Schrottschleudern, Yhetis erweisen sich jedoch als nicht sehr effektiv. Eisenwänste, Bleispucker, viel Magie, Riesen, Verschlinger und Nahkampfhelden mit hoher Stärke sind ein gutes Mittel. Die Pflichteinheit Bullen sollte mit gar nichts ausgerüstet sein und als Lockmittel für schwere Reiterei dienen. Greift diese an, Flucht und dann Angriff durch Eisenwänste. Ein derartiges Manöver hat schon oft ausgereicht, um eine gegnerische Reiterei zu vernichten. Eine Einheit Bullen ohne alles kostet auch nur 105 Punkte und sollte sich in aller Regel auch noch sammeln. Normalerweise wird sich ein Bretonenspieler gegen Oger immer auf die Reiterei verlassen, die Infanterieeinheiten sind für Oger wesentlich leichter in den Griff zu kriegen.
Oger gegen Waldelfen:
Waldelfen würde ich als eines der objektiv stärksten Völker einschätzen und dies gilt insbesondere gegen Oger. Als Oger hat man einen sehr schweren Stand gegen Waldelfen. Es gibt jedoch auch hier ein paar Möglichkeiten, um nicht unterzugehen. Was ist so schlimm an Waldelfen? 1. Sie können per Magie Wald verschieben. Oger haben kaum Einheiten, die sich ohne Abzug durch Wald bewegen. 2. Dryaden sind schreckliche Nahkämpfer. Das Verhältnis von KG 4 zu 3 der meisten Oger wirkt sich schlecht aus. 3. Waldelfen bekommen Rettungswürfe gegen nichtmagische Attacken. Oger haben kaum magische Attacken. 4. Waldelfen sind extrem flexibel. Oger dagegen kaum. Einen Angriff zu bekommen ist für Oger extrem schwer.
Ein Nachteil der Waldelfen ist, dass sie nur über wenig Rüstung verfügen. Allerdings sind genau Oger das Volk schlechthin, um gegnerische Rüstungen zu durchbrechen. Das Spiel gestaltet sich immer schwierig. Von den Waldelfeneinheiten sind außer den Helden insbesondere Bogenschützen, Dryaden, Baumschrate, Kampftänzer und Baummenschen als gefährlich zu bezeichnen. Die anderen Einheiten sind gegen Oger nicht so gefährlich, werden aber auch sowieso von erfahrenen Spielern weniger eingesetzt. Welche Einheiten sind nützlich? Ein Tyrann ist fast immer Pflicht, gegen Waldelfen ist eine magische Waffe fast obligatorisch. Alternativ kann aber auch überlegt werden, eine Eisenfaust einzusetzen, um im Nahkampf auf eine 2+ Rüstung zu kommen. Die meisten Einheiten der Waldelfen verfügen über eine nur geringe Stärke. Diese Variante ist brauchbar im Kampf gegen Kampftänzer oder Dryaden. Ansonsten ist ein Fleischklopfer brauchbar. Ein Tyrann mit einem Fleischklopfer, Morssteinkette und vielleicht noch den grossen Namen Sturmläufer ist eine beliebte Kombination. So ein Tyrann ist einem Baummenschen im Nahkampf eindeutig überlegen und ist somit unheimlich gefährlich für unsere gewurzelten Freunde. Der Tyrann wird zwar auch Federn lassen müssen, aber ein Baummensch ist wirklich eine gigantische Beute. Ansonsten ist auch ein Jäger eine nette Wahl, eine schöne Kombination ist hierbei Festungsknacker und Schlundpilger. Auf Säbelzahntiger sollte man ausnahmsweise verzichten, weil diese eher nur gute Angriffsziele im Nahkampf geben. Die Jagdharpune kann mal gegen Baummenschen verwendet werden. Dies aber nur, wenn es wirklich keinen günstigen Nahkampf gibt. Möglich auch die Kombination Silberrückenpelz und Schlundpilger, was den Jäger extrem stabil macht und ihn praktisch zu einem Art Waldkämpfer machen kann, der fast nichts verliert. Gegen Baummenschen ist er in dieser Kombination allerdings fast sicher verloren. Wichtig auch noch, dass man dann auf Yhetis verzichten müsste. Fleischer sind immer gebräuchlich, um Verstärkungssprüche zu zaubern. Knochensplitter ist hilfreich gegen Kampftänzer und Bogenschützen, aber tatsächlich am aller hilfreichsten gegen Baumschrate. Was, gegen Baumschrate, die haben doch Widerstand 5, wird so manch einer sagen. Ja, aber tatsächlich haben die dann weder Rüstungs- noch Rettungswurf und sie werden noch auf die 6 verwundet. Leichter kann man Lebenspunktverluste bei diesen Typen kaum schaffen. Durch Nahkampfangriffe oder Beschussattacken ist denen fast nicht beizukommen. Und ein Lebenspunktverlust bei denen ist praktisch umgerechnet schon 22 Punkte wert. Mit Bullen sollte man gegen Kampftänzer kämpfen und zusehen, einen Angriff zu bekommen. Immer Eisenfäuste und leichte Rüstung nehmen und immer mit Schild und Handwaffe kämpfen. Die Kombination ist eigentlich immer gegen Kampftänzer besser. Oger genießen den Vorteil, immun gegen Todesstoss zu sein. Eisenwänste sind mit Standarte gerade noch gut genug im Angriff gegen Dryaden, aber man sollte nicht zwingend mit einem Sieg rechnen. Wird man angegriffen, sollte man sich sofort auf eine Niederlage einstellen. Fallensteller sind immer ok, aber im Spiel gegen Waldelfen auch nicht sehr hilfreich. Schrottschleudern sind aufgrund ordentlicher Rüstung und Aufpralltreffern eine ordentliche Möglichkeit, Dryaden zu vernichten, aber ähnlich und eher noch besser verhält es sich mit Rhinoxreiterei. Mit schweren Beschuss ist hier nicht zu rechnen, so ein einzelnes Modell schwere Rhinoxreiterei Wunder wirken kann. Am besten mit allen Aufwertungen und Standarte mit Kriegsbanner. So hat man einen absolut guten Breaker gegen Kampftänzer, Dryaden und Bogenschützen. Wobei gegen letztere im Nahkampf fast alles reicht. Im Angriff kann man sich auch gegen einen Baummenschen oder Baumschrate wagen. Bleispucker und Vielfraße sollte man gleich vergessen. Beschuss bringt gegen das Plänklervolk schlechthin einfach zu wenig und beide Einheiten sind zu teuer. Vielfräße sind ein geniales Beschussziel für Bogenschützen und auch Baummenschen haben ihre helle Freude an ihnen. Allenfalls mit Zweihandwaffen sind sie gegen Baumschrate und Baummenschen nette Angreifer, die aber auch einen heftigen Gegenschlag akzeptieren müssen. Verschlinger sind ok, aber nur gegen Kampftänzer oder Bogenschützen einsetzbar. Welche Einheit unbedingt reinmuss, sind Yhetis! Warum? Yhetis sind schnell, ignorieren jedes Gelände und haben magische Attacken. Kein Rettungswurf dagegen. Mit Ihnen kann man recht ordentlich Dryaden verhauen, wobei hier unbedingt sichergestellt sein muss, den Angriff zu bekommen. Es ist nur mit Bogenbeschuss zu rechnen, in der Regel auf lange Reichweite, was nicht so weh tut. Aber Achtung, nicht im Wald stehen bleiben. Der Zauberspruch Baumsänger ist dann die Hölle. Riesen sind übrigens keine so schlechte Auswahl, mit Ihnen kann sowohl Dryaden als auch Kampftänzer und in Glücksfällen auch Baummenschen ärgern (Dann aber gut würfeln).
Im Ergebnis: Tyrann und vielleicht Jäger rein, magische Waffen geben und Baummenschen verklopfen. 2 Fleischer mit Bannrollen rein, Knochensplitter gegen Baumschrate, Kampftänzer und Bogenschützen. Bullen Eisenfaust und leichte Rüstung geben, Standarte und Musiker und gegen Kampftänzer vorgehen. Dryaden meiden. Eisenwänste eher ganz weglassen. 2 Einheiten Bullen und 2 Einheiten Gnoblars. Gnoblars sind nur Lockmittel um Angriffe zu bekommen. Yhetis rein und richtig manövrieren um Angriffe gegen Dryaden zu erhalten. Schweres Rhinox rein, vielleicht auch ein zweites und voll ausrüsten. Ersatzweise auch eines durch Riesen ersetzen. Wenn eine Eliteauswahl übrig bleibt, ruhig eine Schrottschleuder mitnehmen. Fallensteller kann man durchaus immer reintun, wenn man einen Jäger hat, auch eine zweite.
Noch eine Anmerkung zu Waldelfenhelden: Sehr beliebt ist ein Armeestandartenträger und ansonsten nur Zauberer um ganz oft Baumsänger zaubern zu können. Man kann nicht alles bannen, aber man sollte so viel wie es geht schaffen. Waldelfenhelden bleiben regelmäßig das ganze Spiel über im Wald drin, weil sie sich sehr vor Beschuss fürchten. Von dieser Taktik wird selten abgewichen. Einfach ignorieren und die Punkte über andere Dinge holen.
Oger gegen Zwerge:
Beim Spiel Oger gegen Zwerge kommen einigermaßen komische Ergebnisse raus. Typischerweise wird der Zwergenspieler sich auf viel Beschuss verlassen und davon auch jede Menge aufstellen. Noch ein paar Nahkampfblöcke, um den Angriff der heranstürmenden Oger aufzuhalten, entweder Amboß oder König rein, aber eher Amboß und fertig ist die Liste. Auf eine gegnerische Einheit sollte man sich besonders einstellen, Speerschleudern, viele Schüsse, die mehrfache Lebenspunktverluste verursachen, sind natürlich gut gegen Oger. Was macht man als Oger? Nicht unterkriegen lassen. Das ist eines der wenigen Spiele, in der ich nicht zwingend einen Tyrannen empfehle. Mit der Kampfkraft tut es ein Brecher auch, die Moral hoch zu halten, ist natürlich ein Argumenent, aber naja, dafür schon mal 70 Punkte mehr? Kann man machen, muss man aber nicht. Zwerge sind eine harte Defensivmacht, haben aber regelmäßig Probleme mit dem austeilen. Interessant ist im Spiel gegen Zwerge tatsächlich folgende Aufstellung: Ein Brecher als General, dem vielleicht eine Morssteinkette, einen Jadestein und ein Cathayschwert geben. Dann noch einen Brecher mit Armeestandarte und Kriegsbanner. Dann eine Einheit bestehend aus 18 Bullen, in der kommen die Brecher rein, ein weiterer Held wird nicht unbedingt gebraucht. Die Bullen haben keinerlei Ausrüstung, jedoch Standarte und Musiker. Diese Einheit ist natürlich sehr teuer, die kostet alleine ungefähr 1100 Punkte. Sie ist jedoch absolut gefährlich. Mit dieser Einheit sucht man sich praktisch die grösste Ansammlung von Zwergen, die es gibt und rennt drauf los. Die Einheit wird praktisch nie in Panik verfallen und billiger können Ogereinheiten je Lebenspunkt nicht sein. Im Nahkampf ist diese Einheit für Zwerge kaum zu überwinden, sie kriegt maximal möglichen passiven Bonus und schlägt noch ordentlich zu. Unnachgiebigkeit wird dem Zwergenspieler nur helfen, wenn die immun gegen Angst sind. Slayer müssen halt wirklich ausgeschalten werden. Die wären gegen Oger auch recht nützlich. Einen Flankenangriff hat man gegen Zwerge kaum zu befürchten, trotzdem aufpassen! Der Rest sind zwei Verschlinger, um Kriegsmaschinen auszuschalten, noch eine Einheit Gnoblars, vielleicht, wenn es das Gelände erlaubt, eine Einheit Yhetis um diese lange durch Wald unbehelligt laufen zu lassen um dann auf der anderen Seite günstige Ziele zu erwischen. Den Rest mit Einheiten aus jeweils 5 Eisenwänste vollmachen, die in der ersten Reihe 4 Modelle haben, das fünfte dient als Beschussschutz, immer Standarte und Musiker dazu geben. Hört sich langweilig, ist es auch, aber durchaus erfolgreich. Ansonsten sind Schrottschleudern völlig tabu, mit Fallensteller kann man kaum was anfangen, besiegen können die praktisch nichts, am marschieren hindern kann man Zwerge eh nicht. Gnoblars bringen auch kaum was, höchstens wenn das Gelände passt, Flankenangriff, aber dass könnten Yhetis sowieso besser. Vielfrässe und Riesen sind zu gute Ziele und man will eh Verschlinger haben. Bleispucker kann man nehmen, aber besser sind Eisenwänste. Bleispucker werden gegen Zwerge nie wirklich viel Schaden anrichten, und Zwerge sind eh furchtbar gut im Moraltest. Die Mitteleinheit ist dreh-und Angelpunkt,an sovielen Lebenspunkten wird sich auch ein Zwerg schwer tun. Kanonen sind natürlich dagegen gut, aber Kanonen sind unzuverlässige Dinge, ganz ohne Glück wird es nicht gehen. Alles in allem natürlich ein Hopp-oder Topp Spiel, aber das ist gegen Zwerge öfter so. Nieder mit den Bärtigen! Eine Analyse der absolut gemeinen Liste gegen Zwerge mit Skrag und 8 Verschlinger schenke ich mir. So eine Aufstellung ist natürlich gegen Zwerge absolut genial aber fast schon moralisch verwerflich. Aber wenn man gewinnen will, sicherlich die beste Möglichkeit, dagegen kann man als Zwerg kaum was erfinden.
Oger gegen Skaven:
Dieses Match sehe ich als ein sehr attraktives Spiel an, ist es doch das Volk mit den gewöhnlich meisten Modellen gegen das Volk mit den gewöhnlich wenigsten. Als Oger tut man sich öfters schwer, den hohen passiven Bonus der Skaven auszugleichen, auch wenn die reinen Kampfwerte in der Regel weit besser sind. Ein Skavenspieler wird typischerweise 2-3 Einheiten Klanratten aufstellen, genau so viele Skavensklaven, entweder einen grauen Propheten oder einen Kriegsherren, eine Einheit Seuchenmönche, 2 Einheiten Jezzails, vielleicht noch eine Warpblitzkanone und vielleicht noch eine Ratling. Ansonsten sowiele Warlocks wie es nur geht. So eine Aufstellung muss man natürlich überhaupt nicht spielen, hat sich aber als ziemlich gefährlich erwiesen. Der Skavenspieler schießt mit seinen Jezzails rüber und ballert die besten Oger um, die gerade da sind, gezaubert wird praktisch nur Warpblitz, aber der tut Oger auch richtig weh. Auch gegen Skaven muss man nicht sang- und klanglos untergehen, aber das Spiel wird sich hart gestalten. Erstens mal ist natürlich damit zu rechnen, dass man zahlenmäßig fast immer unterlegen ist. Skaven müssen ganz oft Angst testen. Soweit Skaven selbst angegriffen werden, ist das jedoch für den Skavenspieler praktisch unbedeutend, weil sowieso in der ersten Reihe nicht mehr viel stehen wird und sowieso nicht mit einem guten Gegenschlag gerechnet werden sollte. Wollen Skaven jedoch angreifen, sieht die Sache schon anders aus, weil sie dann gleich einen verpatzten Angriff haben. Dummerweise sind die meisten Skaven aufgrund Gliederbonusregel mit ordentlichen Moralwerten ausgestattet, weswegen man sich darauf nicht verlassen sollte. Auf eine Sache sollte man sich grundsätzlich verlassen können, um so länger ein Nahkampf dauert, um so besser wird er für Oger, weil sie einfach viel härter zuhauen und die Skavenregimenter viel schneller dezimiert werden. Von daher bietet sich in diesem Spiel ein Armeestandartenträger einfach sehr gut an. Weiterhin werden Skavenblöcke praktisch immer 5 Modelle breit aufgestellt, dagegen wäre man mit maximal 4 Ogern in Kontakt. Jeder Oger mehr, der am Nahkampf teilnimmt, ist ein potentieller Gewinn. Ich stelle gegen Skaven grundsätzlich mindestens 4 Modelle breit auf, eher noch 5 um einzurechnen, dass ich einen Oger durch Beschuss eh verliere, bis ich drüben bin. Außerdem ist dann nicht sofort ein Paniktest fällig. Es ist beifällig übrigens ein Irrglaube, dass es Bullen gegen Skaven leicht tun. Eisenwänste verwunden bereits auf 2+ und sind in der Lage eine 4+Rüstung komplett zu vernichten. Bullen sind völlig ausreichend gegen plänkelnde Skaven, aber gegen Regimenter sind grundsätzlich Eisenwänste wie so oft einfach die bessere Auswahl. Welche Helden sollte man nehmen? Als General reicht in diesem Spiel ein Brecher, ich habe trotzdem meistens einen Tyrannen eingesetzt. Verlässt man sich auf sein Glück, sollte man die praktisch nie verwendete Waffe Donnerkeule wählen, mit der man in einer einzigen Nahkampfrund halbe Regimenter vernichten kann und leicht den Nahkampf gewinnt. Ich verwende diese Waffe praktisch nicht. Verwürfelt man den Trefferwurf, verliert man den Nahkampf haushoch und der Tyrann kann den Löffel abgeben. Es gibt eine Kombination, in der es doch wieder möglich ist, ihn einzusetzen: Man schicke ihn in einer Einheit Vielfraße mit, damit ist er unnachgiebig. Aber diese Kombination ist auch Unfug, denn in einer Einheit Vielfräße mit beliebiger Waffe kann mit der ordinären Ogerkeule auch schon mit einem Sieg rechnen. Außerdem sind Vielfraße das beliebteste Beschussziel überhaupt. Ich rate daher von der Waffe dringend ab. Eine Schlachtenklinge, eine Eisenfaust oder ein Cathaschwert sind in der Regel völlig ausreichend. Die Schlachtenklinge sorgt für etwas mehr Schaden, eine Eisenfaust auch, man lässt aber auch die Option offen, in einer Herausforderung gegen einen extrem hochgerüsteten Skavenkriegsherren, dieses als Schild einzusetzen. Ein gut ausgerüsteter Kriegsherr ist auch gegen einen Tyrannen ein ernst zu nehmender Gegner. Das Cathaschwert sorgt dafür, dass die meisten Ratten nur auf 5+ treffen, dass der Tyrann vor den meisten Ratten zuschlägt und dass er einen Kriegsherren bereits auf 3+ trifft. Nicht ganz klar, wie man sich entscheiden soll. Will man schon einen Tyrannen einsetzen, ist der Gegenstand Dämonenblut recht nützlich. Entsetzen ist gegen Skaven ausgezeichnet. Der Moralwert geht zwar meist, aber flüchten sie einmal, haben Skaven extreme Probleme, sich wieder zu sammeln. Eine ganz gemeine Verbindung ist einen Tyrannen mit dem Dämonenblut auszurüsten und dann noch einen weiteren Helden zu nehmen, der die Brahmirstatue hat. Die beiden schließen sich dann der gleichen Einheit an und schon hat man eine Einheit, die Entsetzen verursacht und man muss einen hohen Malus auf den Moralwert einstecken. Diese Kombination ist sehr teuer, aber auch sehr wirkungsvoll. Sie bringt sowieso nur gegen Skaven ernstlich was. Entsetzen kann man übrigens ganz gut einfach mit einem Riesen verursachen. Der Sklavenriese ist schlechter gegen ogergrosse Ziele als die normalen Riesen, aber die gibt es bei Skaven sowieso fast nie. Ein Riese hat natürlich wieder die Gefahr, dass er zusammen geschossen wird, aber für 6 Lebenspunkte müsste man schon einiges an Beschuss aufwenden. Möglichst schauen, dass man bereits im zweiten Zug in einen Nahkampf geht, dann gibt es kaum noch Gefahr. Man sollte aber auch keinen Nahkampf wählen, in den man gar keine Chance hat. Eine allgemein nützliche Waffe gegen Skaven ist Ogermagie, vorne weg der Spruch Hirnschmalz. Einmal auf Jezzails gezaubert, hat man eine verdammt hohe Chance, dass die Einheit sofort vom Tisch flüchtet. Auch Einheiten mit Moralwert 8 sind gefährdet, denn einmal losgeflüchtet kann es schon vorbei sein. Der Gegenstand Schädelmaske ist dabei auch recht hilfreich. Ich gebe einen meiner Fleischer diesen Gegenstand eigentlich fast immer mit. Er rentiert sich nicht immer, aber oft. Ansonsten ist Felshappen ein sehr schöner Spruch gegen Skaven, die Unnachgiebigkeit und der höhere Widerstand sind oft ein Garant für Nahkampfsiege. Wie schon gesagt, solange ein Nahkampf einfach weitergeht, kann es fast nicht schlecht für Oger sein. Gegen Skaven packe ich immer mindestens einen Verschlinger ein, gegen Jezzails und Warpblitzkanonen ist er eine ausgezeichnete Waffe. So leicht schießt man son einen Kerl nicht um und im Nahkampf ist er Jezzails einfach haushoch überlegen. Sollte der Skavenspieler mal nichts zum Schießen dabei haben, kann man die immer noch hernehmen, um sich in einem grossen Block festzubeißen. Typischerweise kann dann so ein Nahkampf bis zum Ende des Spiels gehen. Die Skaven gewinnen den Nahkampf immer, aber werden den Verschlinger nicht klein kriegen. Sehr nützlich, um grosse Blöcke ohne Helden zu binden. Ob man Bleispucker einpacken soll oder nicht, ist nicht so einfach zu beantworten. Ich mache es eher nicht, aber eine Einheit aus 5 Bleispuckern aufzustellen, die dann im Schnitt 7 Ratten rausschießen, ist auch nicht zu verachten, eine Einheit kann so ziemlich dezimiert werden und wenn eine Ratteneinheit mal unter 15 Modelle fällt, kann man mit diesen Bleispuckern auch den Nahkampf ohne weiteres gewinnen. Eine teure Methode, die ich ziemlich unsicher finde, aber vielleicht sollte man des erst mal ausprobieren. Hat man einen Skavenspieler als Gegner, der nur 20 Modelle pro Block aufstellt, sicher nett, ansonsten nicht so toll.
Oger gegen Vampirfürsten:
Das Spiel gegen Vampirfürsten ist ein recht interessantes Spiel. Dummerweise haben auch Vampire relativ viel Auswahl und von daher weiss man nie genau, was man an gegnerischen Einheiten vorgesetzt bekommt. Relativ ok für Oger sind fast alle Infanterieeinheiten, weil diese sehr langsam sind und man praktisch immer einen Angriff kriegt. Besonders schön ist der Nahkampf gegen Zombies, dagegen sollte man einfach Bullen mit zweiter Handwaffe schicken, diese werden derartig hohe Verluste anrichten, die man kaum schnell nachzaubern kann. Bei Skeletten verhält es sich ähnlich, auch da werden die Verluste des Vampirspielers hoch sein. Problematischer sind da schon Ghoule. Diese haben kein so schlechtes Kampfgeschick, haben Widerstand 4 und haben Giftattacken. Als Oger kann man es auch fast nicht ausnützen, dass diese keine Rüstung haben, da man gegen Rüstungen ja sowieso zwangsläufig immer gut ausgerüstet ist. Aber auch gegen diese zahlt sich ein schön koordinierter Angriff mit 4 Eisenwänsten gut aus. Ganz problematisch werden da erst die Verfluchten mit Charaktermodellen drin. Mit dem 125-Punkte-Banner, das Regeneration gibt, sind sie kaum zu knacken. Diese Einheiten sind dann natürlich auch richtig teuer. Am besten ignorieren oder mit Schrottschleuder drauf schießen, ansonsten muss ein Flankenangriff her, weil sich in die Front eine solche Einheit kaum schlagen lässt. Nichtsdestotrotz sind Infanterieeinheiten in der Regel das kleinere Übel. Gerne wird ein Drache aufgestellt, der Zombiedrache bildet da keine Ausnahme, wichtig ist aber dass der Zombiedrache der einzige Drache weit und breit ist, der nur Widerstand 5 hat. Bleispucker sind gegen diesen deshalb extrem effektiv und alleine deswegen unbedingt mitnehmen. Auch ansonsten sind Bleispucker keine schlechte Wahl. Gegen Reiterei ist der Beschuss immer ganz ok, und hat der Gegner nur Infanterie, machen wir uns eh keine so grossen Sorgen. Noch wichtiger ist es, darauf zu achten, dass man magische Attacken in der Armee hat. Sehr beliebt sind körperlose Wesen gegen Oger, auch zu Recht. Besonders eine Banshee mit zwei Gespenstern im Anhang kann sehr problematisch sein, um Rhinoxe und ähliches schwer zu schaden. Diese Einheiten sind unbedingt schnell auszuschalten. Entweder einen Helden mit magischer Waffe verwenden oder gleich Yhetis. Yhetis sind grundsätzlich eine gute Wahl, weil ihre Schwäche, die Beschussanfälligkeit kaum zum Tragen kommt. Yhetis sind Gespenstern im Nahkampf eindeutig überlegen, unbedingt anstreben. Ansonsten zusehen, dass mit die Regel Walze gut ausnützt und außer Yhetis und Bleispuckern viele Kerneinheiten mitnimmt. Von den Seltenen Einheiten kann man Vielfräße mit Musketenpaaren ganz gut verwenden, ansonsten sind Riesen und Verschlinger nicht unbedingt die erste Wahl. Sieh zu, dass du in diesem Spiel genügend Magieabwehr mitnimmst. Irgendwelche sonstige arkanen Gegenstände sind fast Spielereien, wichtig sind Bannrollen. Im Hinblick auf mögliche Kutschen sollte man immer einen Charakter mit Stärke 7 im Gepäck haben. Viel mehr Tipps will ich an dieser Stelle nicht geben, es kommt sehr darauf an, was der Gegner aufstellt.
(wird fortgesetzt)